Hamburger Mattenfilter

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Nach einigen schlechten Erfahrungen mit Lufthebern und Schaumstoffpatronen habe ich nun die Filtertechnik meiner kleinen Garnelenbecken komplett auf Hamburger Mattenfilter (HMF) umgestellt. Langzeiterfahrungen liegen mir bis dato zwar noch nicht vor, aber die positive Resonanz im Internet macht mich diesbezüglich zuversichtlich. Es gibt zwar schon jede Menge Informationen zu diesem Thema, ich möchte trotzdem der Vollständigkeit halber kurz meine Vorgehensweise und die Hintergründe erläutern.

Luftheber in Verbindung mit weniger leistungsstarken Membranpumpen, sowie feinporigen Schaumstoffpatronen können schnell mal verstopfen. Der eintretende Fäulnisprozess zehrt dann jede Menge Sauerstoff aus dem Wasser, so dass Verluste in der Regel nicht ausbleiben. Meistens merkt man erst am Verhalten der Garnelen, dass etwas nicht stimmt und entdeckt als Ursache den Filterausfall. Aus diesem Grunde habe ich mich für kleine Zimmerspringbrunnenpumpen entschieden. Mit ca. 5-8 EUR sind diese Pumpen auch unschlagbar günstig. Weiterhin arbeiten sie geräuschlos, was man von Lufthebern nicht behaupten kann. Der gurgelnde Ausstoß zerplatzender Luftblasen, sowie das Brummen der Membranpumpe, können im Wohnzimmer ganz schön nerven. In einem eigenen Raum mit größerer Anlage und ausgestattet mit einem Kompressor ist diese Art der Technik allerdings eine gute Wahl und wird von Züchtern bevorzugt.

Material: Filtermatte, Zimmerspringbrunnenpumpe, Schlauch, Saugnapf, Plastikrohr

Als Filtermedium eignen sich die handelsüblichen blauen Filtermatten, welche man mit verschiedenen Porengrößen bekommen kann. Ich habe mich für die feinen und mittleren Matten entschieden. Eine gute Dicke ist aus Stabilitätsgründen 5 cm, jedoch bei Becken unter 60 cm Länge habe ich aus Platzmangel 3 cm dicke Matten verwendet. Ich habe es zwar nicht gemacht, aber eine Anbringung über Eck, mit Hilfe von aufgeklebten Kabelkanälen, halte ich für sinnvoll. Aus optischen Gründen habe ich die 3 cm-Matten als Rückwand gewählt. Für die 60er Becken habe ich den Schaumstoff seitlich eingesetzt. Die Matten müssen dabei immer etwas größer geschnitten werden, damit die Seiten auch wirklich dicht sind und daher unter leichter Spannung stehen.Wird dabei zu großzügig vorgegangen, wird die Matte sich unter dem Druck verbiegen und es können Lücken entstehen. Optimal ist eine Zugabe von ca. 5 mm. Geschnitten wird mit einem elektrischen Küchenmesser, einem Filetiermesser oder einem ausgezogenen Cutter. Nachdem die Maße aufgezeichnet wurden, legt man die Matte auf einem Tisch, läßt die Schnittlinie ein wenig überstehen, und schneidet mit Hilfe einer glatten Metallschiene möglichst senkrecht und gleichmäßig die gewünschte Form aus. Für den Schlauchdurchgang einfach mit einem Messer an gewünschter Stelle nicht zu breit durchstechen. Da ich beim Wasserwechsel die Pumpe weiter laufen lasse, sollte man die Höhe entsprechend wählen. Ansonsten würde die Pumpe durch Trockenlauf zerstört. Nun muß nur noch ein Schlauch am Auslaß der Springbrunnenpumpe angebracht werden. Indem man das Schlauchende mit einem Föhn erhitzt und den Auslaß etwas anfeuchtet, können auch engere Durchmesser leichter montiert werden. Mit Hilfe eines Saugnapfes fixiere ich dann den Schlauch. Die Wasseroberfläche sollte dabei leicht angeströmt werden, damit sich nicht so schnell eine Kahmhaut bildet. Hinter der Matte muss noch ein Abstandhalter angebracht werden, damit das Wasser hinter der ganzen Matte durchströmen kann. Es eignet sich hierfür z.B. ein Kunststoffrohr von mind. 1,5 cm Durchmesser. Nun kann der Bodengrund eingebracht werden. Die weitere Fertigstellung des Aquariums erfolgt wie gewohnt. Die Matte ist nun durch den Bodengrund und dem Rohr unten fixiert. Nach einiger Einlaufzeit wird die blaue Matte grün/braun. Man kann auch Moos darauf wachsen lassen.




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© F. Kulich